Schöne Geschichten aus den SOS-Kinderdörfern

Nicht nur bei euch wird Weihnachten gefeiert, sondern auch in den SOS-Kinderdörfern auf der ganzen Welt. Damit ihr mal seht, was da so alles auf die Beine gestellt wird, erzähle ich euch hier jede Woche eine neue schöne Geschichte aus den Dörfern weltweit.
Und wenn euch die Geschichten gefallen und ihr (vielleicht zusammen mit euren Eltern) die Kinder und ihre Projekte unterstützen möchtet, klickt einfach auf das Logo. Dann gelangt ihr zur offiziellen Seite, wo ihr noch weitere Informationen bekommt und auch online spenden könnt. Aber zunächst wünschen ich und die Kinder und Mütter aus den SOS-Kinderdörfern euch viel Spaß beim Lesen!

Die SOS-Kinderdörfer

In Deutschland gibt es 50 SOS-Kinderdorf-Einrichtungen, weltweit über 450 SOS-Kinderdörfer und weitere rund 1.100 SOS-
Einrichtungen in 131 Ländern. Allein 125 Projekte und Einrichtungen werden vom deutschen SOS-Kinderdorf-Verein betreut. SOS-Kinderdorf hat es sich zur Aufgabe gemacht, grenzenlos für Menschen da zu sein, die Hilfe brauchen.

In den SOS-Kinderdörfern leben Kinder, die nicht in einem eigenen Elternhaus aufwachsen können, zusammen mit ihren Geschwistern und der SOS-Kinderdorf-Mutter, die eine qualifizierte sozialpädagogische Ausbildung absolviert hat und von weiteren pädagogischen Mitarbeitern im Dorf unterstüt~t wird. Hier finden die Kinder Menschen, zu denen sie wieder Vertrauen aufbauen können und die zuverlässig da sind.

Ohne SOS-Kinderdorf würde es mir heute nicht so gut gehen

Laura mit Ihrer ehenaligen Kinderdorf-Mutter
Toben können wir auch!
Echte Freundschaft im SOS-Kinderdorf
Der Ausflug ins Freibad!

Laura war ein SOS-Kinderdorf-Kind im SOS-Kinderdorf Angol in Chile.

Laura ist 32 Jahre alt, sie ist eine fröhliche junge Frau, die eine Familie und einen Beruf hat, auf eigenen Füßen steht. Eigentlich führt sie ein ganz normales Leben. Doch ihre Geschichte hatte ganz anders angefangen.

Ohne Mutter wuchs Laura am Rande einer Großstadt in Chile auf, in einem der Viertel, wo man den Häusern ansieht, dass sie in die Jahre gekommen sind, aber niemand das Geld aufbringen kann, das kaputte Dach oder die Elektroleitungen zu reparieren. Lauras Vater versuchte nach Kräften, sich gut um seine Kinder zu kümmern, doch als er arbeitslos wurde, war es nicht mehr so wie vorher. Eines Tages hatte die Familie nicht mehr genug zu essen. Der Vater war verzweifelt und suchte schließlich im SOS-Kinderdorf Angol Rat und Hilfe.

Dort nahm man Laura und ihre Geschwister auf. Laura war 6 Jahre, als sie in das SOS-Kinderdorf kam und vom ersten Tag an begann ein neues Leben für sie. „Ich hatte mein eigenes Bett, meine eigenen Schuhe, sogar einen eigenen Schrank, eine Mutter und acht Geschwister. Das war so schön und unglaublich! Ich durfte in die Schule gehen, bekam neue Freundinnen. Zum ersten Mal wurde mein Geburtstag gefeiert. Wir gingen zelten und nahmen an Sportveranstaltungen teil.“

Heute ist Laura verheiratet und hat selbst eine Familie.

„Immer wenn ich Hilfe brauchte, waren meine Kinderdorfmutter, der Direktor oder die Erzieherinnen da. Ich habe wieder erlebt, Menschen vertrauen zu können. Ich habe studiert und gelernt, im Leben allein zu recht zu kommen. Und immer konnte ich mit der Unterstützung meiner SOS-Familie rechnen.

Ohne SOS-Kinderdorf wäre ich vielleicht vergessen worden – wahrscheinlich sogar nicht mehr am Leben“ schreibt sie in einem Brief.

Obwohl Chile sehr reich an Bodenschätzen ist, lebt der größte Teil der Bevölkerung in Armut und Not. Das SOS-Kinderdorf Angol liegt im südlichen Teil Chiles in der Provinz Malleco und bietet mit seinen zahlreichen Einrichtungen Kindern und Jugendlichen wie Laura die Chance auf ein Leben in Geborgenheit.
Mit Ihrer Spende helfen Sie dem SOS-Kinderdorf Angol Schicksale wie Lauras in eine unbeschwerte Kindheit und eine glückliche Zukunft zu verwandeln.

Von Engeln und Müttern

In der Gruppe macht das Basteln doppelt Spaß!
Unsere selbstgebaut Krippe!
Draussen im Schnee toben ist auch super!

In der Familie von SOS-Kinderdorfmutter Christine Czermak im SOS-Kinderdorf Ammersee in Dießen gibt es einen besonderen Adventskalender: Ab dem 1. Dezember machen sich jede Nach Maria und Josef mit dem Esel auf den Weg zur Krippe, die im Wohnzimmer der Familie steht:  Jede Nacht ein kleines Schrittchen, bis die Familie kurz vor dem Heiligen Abend schließlich in ihrer Herberge angekommen ist. Die älteren Kinder haben längst durchschaut, dass ihre SOS-Kinderdorfmutter die Krippenfiguren bewegt, die kleine Sonja ist immer noch überzeugt: "Das macht doch nicht die Mama, das machen die Engel"!

Hier ist Weihnachten ein ganz besonderes Fest. "Gerade für Kinder, die bislang wenig Frieden und Harmonie erleben durften, sind allein die Lieder und die Erzählungen von den bevorstehenden Ereignissen und das langsame Entstehen einer weihnachtlichen Atmosphäre im Haus ein einziges Fest", berichtet die erfahrene SOS-Kinderdorfmutter, die bereits seit mehr als 20 Jahren ihren Weihnachten mit ihren Schützlingen im SOS-Kinderdorf feiert. "Zunächst gehen wir alle gemeinsam in die Christmette. Danach werden Weihnachtslieder gesungen, dann gegessen - und erst danach gibt es die Bescherung." Zuerst sind die Kleinen dran, beschenkt zu werden. "Sie können es natürlich nicht erwarten", schmunzelt Christine Czermak. Und obwohl jedes Kind im Kindergarten oder in der Schule ein kleines Geschenk für die SOS-Kinderdorfmutter gebastelt hat, weiß sie: "Das schönste Geschenk sind die leuchtenden Kinderaugen".

Am ersten Feiertag erwartet die Kinderdorffamilie dann ein ordentlicher
Festschmaus: Gänsebraten, Knödel, Blaukraut stehen auf der Speisekarte und
bei der Zubereitung helfen alle mit.      

Hier gelangt ihr direkt zum SOS-Kinderdorf Ammersee.